Hey,

Schaut öfter mal rein, denn wir überarbeiten gelegentlich auch unsere Rückstände und die werden chronologisch eingefügt. Sie stehen also nicht unbedingt immer oben...
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Freitag, 18. September 2015

DEL 2, 2015/16, 3. Spieltag @Kassel

Jo, und ab dafür... unsere erste Auswärtstour der regulären Saison. Vorteil: Mit 340 km Entfernung die kürzeste Strecke. Man bracht erst mittags los. Nachteil: Es ist Kassel... Naja, vielmehr diese unsägliche Anzeigetafel, die Gästefans den ungehinderten Blick auf verwehrt. *boah*  Leute... Muss ja kein Würfel sein, aber selbst Achtligisten bekommen das besser hin.

2.517 Zuschauer war eher schon mager, aber hey... letztes Wochenende war für Kassel Derby gegen Frankfurt mit über 4.000 Zuschauern. Man muss sich halt erholen.  ;)

OK, zum Spiel. ein munteres Scheibenschießen, welches bei beiden Teams offen legte, dass in der Defensive vielleicht noch das eine oder andere Rädchen zu stellen ist. Die Führung wechselte munter hinterher, keine Team konnte sich aber einen deutlichen Vorteil verschaffen. Die logische Konsequenz, es ging zur Lottobude... Verzeihung: Ins Penaltyschießen. 14 Penalties wurden benötigt, um einen Sieger zu ermitteln. Adriano Carciola schoss die Huskies zum Sieg. Unterm Strich ein verdientes Remis.

Strafzeiten wurden ebenfalls munter verteilt... Waren die ersten beiden Spiele noch recht gesittet, haben die Pinguins diesmal 50 Minuten gesammelt. Davon allerdings 36 alleine von Tim Miller. War wohl unentspannt.  Allerdings war auch Kassel nicht ganz untätig und rechnet man die großen Strafen raus, liegen beide Teams dicht beieinander. Scheint auch immer vom Gegner abzuhängen, wie sich die so oft vorgeworfene Rüpelhaftigkeit der Pinguins darstellt. Kinder von Traurigkeit waren die Huskies jedenfalls auch nicht. Auch wenn seitens der dortigen Anhängerschaft fast schon eine vermutet wird, dass eine direkte Abstammungslinie zu Ghandi besteht... Wir haben es doch etwas ausgeglichener gesehen. ;)

Wie dem auch sei... verloren, rund 100 Fans auswärts dabei und trotzdem noch gepunktet. Kann so weitergehen.

Kassel Huskies - Fischtown Pinguins 6:5 SO (2:2, 1:2, 2:1; 0:0)
Zuschauer: 2.517

Strafen Kassel: 10/26 Minuten
Strafen Bremerhaven: 12/50 Minuten

Offizieller Spielbericht

Dienstag, 13. August 2013

Von Belfast bis Straubing

...oder mal eben kreuz und quer durch Europa!

Rechtzeitig vor unserem Urlaub wurde das diesmal besonders "gehaltvolle" Sommertheater im deutschen Eishockey beendet. Amüsant war es nicht, aber umso mehr freuten wir uns auf unsere Reise gen Belfast, mit der wir offiziell unsere Eishockeysasion einläuten wollten.

Ziel waren die alle zwei Jahre statt findenden World Police and Fire Games in Belfast, quasi eine Olympiade der Betriebssportler. Interessanterweise war auch Eishockey im Programm und da Teams aus Russland, Skandinavien und Nordamerika antraten, konnte man durchaus davon ausgehen, dass das Niveau nicht auf ganz niedrigem Level ist. Zudem fehlte uns noch der Länderpunkt und zwei neue Grounds waren auch drin... Also ab dafür und zum zweiten Mal in unserer "Urlaubshistorie" ging es in die Hauptstadt Nordirlands.

Mit einem Umweg über Schottland brauchten wir mit unserer "Pommesbude" (wer es noch nicht kennt: Ein betagtes, 18 Jahre altes Wohnmobil, welches aber problemlos über den letzten TÜV gekommen ist) knapp über eine Woche, um in Belfast aufzuschlagen. So langsam ist es aber nun auch nicht, ein wenig Sightseeing war auf der Strecke schon drin.

02.08.2013: Odyssey Arena, Belfast


Odyssey Arena, Belfast
Also dann mal rein in den Tempel, in dem normalerweise die Belfast Giants spielen. Freier Eintritt war schon mal cool, ein Getränkestand war geöffnet und wenn man richtig Hunger hatte, konnte man in die angrenzende Mall entschwinden. Insgesamt ist die Arena locker für die obere Hälfte der DEL geeignet und auch die Akustik ist nicht die schlechteste. War schon beeindruckend und etwas unerwartet.

Irritierend waren jedoch die Schilder über dem Eingang: "Keine Flaggen, keine Banner"! Das wäre für die deutsche Eishockeyszene ein No-Go und wohl das Ende des Standortes, der auf diese Idee käme. Aber wie uns aus zuverlässiger Quelle berichtet wurde, wird das auch nicht gerade konsequent umgesetzt. zum Schmunzeln war dann eher der Hinweis, dass man keine Klamotten von Teamsportarten tragen darf, außer Eishockeytrikots. So isses halt: Wir sind alle Eishockeyfans!

Die Spiele waren durchaus interessant, technisch auch ganz passabel. Am ehesten hat uns noch die Ü45-Truppe des russischen Innenministeriums imponiert, die technisch sehr beschlagen war. Vielleicht waren sie sogar ein wenig zu verspielt, mit ein wenig Zug zum Tor wäre wohl jedes Spiel deutlicher und damit zweistellig ausgegangen. Sie sind jedenfalls verdient Sieger ihrer Altersklasse geworden. Die jüngeren Jahrgänge konnten aber auch teilweise mit gutem technischen Oberliganiveau beeindrucken. Ein bißchen mehr Fitness und Härte und man könnte einige Spieler sogar in der Oberliga Süd verpflichten.

Nach vier Spielen, die pro Drittel 15 Minuten dauerten und jeweile eine zwei- und eine zwölfminütige Pause enthielten, netten Leute und ein paar Heineken ging es dann langsam heimwärts. Am nächsten Morgen mussten wir ja unser rollendes Heim nach Dundonald verlegen, dem nächsten Spielort.

Die Spiele:

Tampere Police Dept. - Windsor 45s 5:3
Jyväskylä Fire - Boston Police Emerald Dept. 4:6
Finland Police - Russian Home Affairs Ministry 1:9
Sécurité Incendie Montréal - New York Fire & Ice 9:7

03.08.2013: Dundonald International Ice Bowl


Dundonald International Ice Bowl
Hey, nur ein paar Kilometer zu fahren und schon der nächste Ground, traumhaft! OK, es gibt nur drei Hallen in Nordirland und alle stehen im Großraum Belfast, also ist das nicht schwer. Schön für uns, dass der Campingplatz gleich neben der Halle liegt. Nicht schön: ES GIBT KEIN BIER!!!! Naja, Kaffee in den richtigen Mengen macht auch schwindelig. ;)

Es ging mit den Spielen im gleichen Stile weiter wie bisher, nur die Halle ist "etwas" kleiner, richtig gemütlich. Es gibt nur einen Oberrang auf einer Seite, die andere ist abgehängt, weil sich in der Halle auch ein Kletterpark befindet. Gleich nebenan ist eine Bowlingbahn. Der ganze Komplex ist eher eine größere Freizeiteinrichtung, in der auch der öffentliche Eislauf stattfindet, den es in der Odyssey Arena nicht gibt.

Die Spiele waren vielleicht noch einen Tick unterhaltsamer. Während in den ersten beiden Spielen die Ü45-Teams das Ergebnis eher auf die technische Art ausspielten, ging es danach bei den jüngeren Kollegen etwas heißblütiger zu. Besonders die Amerikaner aus Boston und die Kanadier aus Windsor hatten "Spaß".

Die Halle selbst war allerdings recht kühl und in der obersten Sitzreihe wehte schon eine steife Brise aus der Belüftung, sodass wir jede Pausen dafür nutzten, uns draußen in der Sonne aufzuwärmen. Aber im großen und ganzen ein gelungener Tag, an dem wir fast schon einen persönlichen Volunteer hatten. Die Dame kannte Bremerhaven aus früheren Tagen und hat sich desöfteren mal an die Nordseeküste verirrt.

Gott sei Dank befand sich in der Nähe ein größerer Komplex mit Kino und mehreren Restaurants. So ganz "bierlos" blieb der Tag dann doch nicht...

Die Spiele:

Trondheim Fire Dept. - Finland Police 0:5
New York Fire & Ice - Russian Home Affairs Ministry 3:9
New York City Fire Dept. - Tampere Police Dept. 4:9
Boston Police Emerald Dept. - Windsor 45s 8:2

11.08.2013: Eisstadion am Pulverturm, Straubing


Ja, das war ein Zeitsprung... Von Dundonald aus hieß das nächste Ziel Straubing. Naja, nicht ganz, ein Stopp in Dublin musste sein und der verlief wie erwartet: Zeitig im Pub, ein Ire, der nicht mehr mithalten konnte und am nächsten Tag etwas später los zur Fähre und rüber auf die andere Insel. Durch eine kleine Fehlplanung (unser Navi, unser Atlas UND unser Campingführer hatten bis Dover keinen Campingplatz mehr auf der Route angeboten) landeten wir noch in der gleichen Nacht in Calais und haben uns da aufs Ohr gehauen. So kam es, dass wir nach knapp über 24 Stunden in Köln ankamen. Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass da zwei Fährüberfahrten und eine längere Schlafpause drin waren. noch ein Stopp in Würzburg (netter Biergarten am Main) und schon ging der Ernst des Lebens los: Straubing, Bayern, Gäubodenfest!

Bei netten Freunden hatten wir erstmal einen exquisiten Stellplatz mit Frühstück. Wir wurden wirklich rührend umsorgt. Aber nach einem Begrüßungsbierchen ging die harte Zeit los. Bayrische Festzelte sind für uns Muschelschubser doch eher eine Bewährungsprobe. Sind wir gewohnt, auf Volksfesten eher unsere Runden zu drehen und hier und da mal an einer Theke hängenzubleiben, wird man dort eher sesshaft. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und die Biergläser tun ihr Übriges: Man ist ja gewohnt, sein Bier zu trinken, bevor es schal wird, dumm nur, wenn es eine Maß ist. Kurz und gut: Die Reisestrapazen, der Biergarten vom Vortag und die Luft in einem der beiden Zelte sorgten für ein baldiges Ende des Abends. Das Festbier wohl auch...

Egal, ging ja am nächsten Tag weiter und das gleich am Vormittag, denn da war die Mannschaftsvorstellung der Straubing Tigers angesagt. Interessanterweise sahen einige der Spieler so aus, als hätten sie ähnliches durchgemacht. War aber nett, mit Jan Guryca, Rene Röthke, Sören Sturm und Thomas Brandl ein paar Spieler zu sehen, die auch schon mal die Pinguinsfarben getragen haben.

Später ging es nochmal über Fest, dann in den eher gemütlichen Biergarten, also Bayern von seiner entspannten und gemütlichen Seite! Sicherlich eine gute Vorbereitung für den Folgetag, denn der versprach, anstrengend zu werden.

Sonntag, morgens halb elf in Bayern... Die Sonne lacht, der Countdown läuft... noch nicht. Nö, erstmal entspannt frühstücken, dann quatschen, dann... Naja, dann muss man sich doch mal fertig machen und auf ins Eishockey!!

Die Straubing Tigers empfingen den Oberligisten Deggendorf Fire zu einem Benefizspiel der Aktion "Freude durch Helfen". 3.000 Fans und 50.000 Euro Ergebnis können sich wirklich sehen lassen! Muss wohl auch daran liegen, dass die Getränkelieferanten alle Einnahmen ebenso weitergaben und man auch regelmäßig drauf hingewiesen wurde. Jedenfalls tat man was Gutes, auch wenn man sicherheitshalber schon ab dem zweiten Drittel auf die Bremse treten musste.

Das Spiel war munter, vor allem, weil Deggendorf frech aufspielte. Wer hätte schon einen Cent darauf verwettet, dass die Underdogs nach 13 Sekunden mit 1:0 in Front liegen? Auf der anderen Seite hatte man das Gefühl, dass die Straubinger erstmal gefühlte 20 Teampromille aus den Beinen spielen mussten. Aber hey, ist'n Freundschaftsspiel. Obwohl: Richtig körperlos war es nicht. Letztlich machte sich aber doch der Klassenunterschied bemerkbar und Straubing entschied das Spiel mit 10:1 für sich. Die Ex-Pinguine waren übrigens allesamt an Toren beteiligt: Röthke mit zwei Treffern, Sturm mit einem Tor und einem Assist und auch Brandl durfte assistieren. Sogar Guryca durfte sich am Gegentreffer beteiligen... ;)

Nathlos ging es dann im Bierzelt weiter und irgendwann zu später Stunde stand man vor der Entscheidung: noch einen Tag länger bleiben oder kürzer treten...die letzte Maß war jedenfalls für den Fahrer schon eine alkoholfreie welche. Für die Beifahrerin eher nicht, die verteilte noch fleißig Kniechecks an den Biertisch... Wat mutt, dat mutt!

Tja, leider vorbei, aber eine schöne erste Eishockeytour mit ein paar zuviel Kilometern. Das nächste Mal trennen wir wohl wieder Urlaub vom Eishockey, Termine über diese Entfernungen haben für etwas Zeitdruck gesorgt. Aber so haben wir in der neuen Saison zwei neue Grounds, ein Länderpunkt, 9 Spiele und knapp 4.000 Eishockeykilometer. Nicht schlecht für Mitte August.

Ach ja, und manche Leute sollten Bayern wirklich nur mit Helm betreten. Fliegende Ledersohlen (ohne Schuh dran!) sind auch nicht ganz alltäglich... Und hart sind die Dinger auch!

Montag, 12. November 2012

Hoppertour nach Netphen und Ottobrunn


Es ist Länderspielpause und somit D-Cup-Zeit! Blöd nur, dass wir es nicht übers Herz bringen, dem DEB-Präsi die von ihm gewünschte Anerkennung zu zollen und „seine“ Spiele zu besuchen. Und das fällt gar nicht mal so leicht: Kumpels sind da, gutes Eishockey wird geboten… Egal: Wir haben ihm mal persönlich gesagt, dass er nur für vernünftige Strukturen im deutschen Eishockey sorgen soll, und wir sind liebend gerne wieder da. Da sich nichts getan hat, tun wir auch nix… ;)

Trotzdem mussten wir los, denn am Sonntag war im Rahmen des D-Cups ein Fanbeauftragten-Treffen angesagt. Schnell wurde eine Alternativroute mit Spielbesuchen geplant, die Pommesbude mit frischem Diesel gefüttert und ab ging es gleich nach der Arbeit gen Süden.



EHC Netphen ’08 – Löwen Frankfurt 1b


Eisstadion in Netphen
Erster Halt war das schöne Netphen. Netphen? Ja, das liegt im Siegerland. Siegerland? Verdammt, wozu gibt es Google Maps? Ja, jetzt kann ich schlau schnacken, aber ich wusste bisher auch nur, dass die Mannschaft im Landesverband NRW spielt und hatte eine vage Ahnung, dass Köln gar nicht mal so weit weg ist. Jedenfalls im Verhältnis zu den Entfernungen, die wir sonst so für Eishockey fahren müssen.

Die Pommesbudenverwahranstalt (=Wohnmobilstellplatz) war praktischerweise gleich neben der Pferdeweide, die neben dem Schwimmbad liegt, welches sich in unmittelbarer Nähe der Eishalle befindet. Also Parkticket im Schwimmbad gelöst, Trikot übergeworfen und ab dafür…

Traumhaft: Mal wieder eine Stadionkneipe (wir vermissen unsere nicht vorhandene immer mehr) und auch sonst alles Old School. Nur die Preise nicht: 7 Euro sind für ein Regionalligaspiel schon recht happig. Aber gut, wenn es dem Erhalt des Clubs dient, gerne… Dafür sind wir zu viel Hockeyfans und zu wenig Bausparer. Und dann hatten wir auch noch Glück, denn nach dem Spiel war eine Partynight geplant, zu der die Damen freien Eintritt hatten und das schloss das Spiel mit ein.

Drinnen in der Halle haben wir uns erstmal fleissig umgesehen und jetzt verstehe ich auch die Warnung mit dem Helm, die uns auf der Anfahrt über Facebook erreichte. Eine doch sehr präsente Konstruktion für das Zeltdach stand ständig irgendwie in der Gegend rum. Volltrunken sollte man das Eisstadion nicht betreten, wenn man nicht jeden Quadratzentimeter auswendig kennt, sonst gibt es zwangsläufig Beulen, Gehirnerschütterungen und blaue Augen.

Das Bier war günstig, der kleine Trupp Netphen-Fans schon fast vollzählig, die Frankfurter waren auch da und ein paar Iserlohner auf D-Cup-Alternativtour tobten auch in der Halle rum. Nett… ’n büschen quatschen und klönen war immer mal drin, wenn man sich sein Bier holte.

Das Spiel selbst war unterhaltsam. Frankfurt ging immer wieder in Führung, Netphen hielt dagegen. Als in der 56. Minute Frankfurt mit 4:2 erneut in Führung ging, schien der Drops gelutscht, aber denkste: Netphen erzwang mit Toren in der 59. und 60. Minuten noch das Penaltyschießen. Schade, dort hätten wir schon alleine wegen der Aufholjagd den Gastgebern den Erfolg gegönnt, aber Frankfurt holte sich den Zusatzpunkt.

Wer jetzt nach der Qualität des Spiels fragt, dem wird nicht geantwortet. Bei Spielberichten aus den „Niederungen“ des Eishockeys liest man öfter mal, dass es sich um „grottige“ Spiele gehandelt habe, besonders wenn der Berichterstatter seine Heimat in höheren Ligen hat. Aber ehrlich, drauf gesch… *ähm* gepfiffen: Es ist viel geiler, einer Mannschaft zuzuschauen, die technisch vielleicht limitiert ist, aber Spaß am Spiel hat. Wenn’s um Qualität geht, kann man sich auch eine DVD (geht ja gerade nicht anders) der NHL reinziehen, die Jungs dort werden für die Qualität bezahlt.

Zum guten Schluss ließen die Heimfans noch ein wenig ihrer Vorliebe für Lichteffekte freien Lauf. Das war aber nicht so schlimm, da sie eh fast im Freien standen und genug Platz war. Witzig waren aber auf jeden Fall die Fangesänge, denen man schon von der Betonung her den Humor anmerken konnte. Ein „EHC ’08 – Eishockeymacht“ war irgendwie ebenso mit einem Augenzwinkern versehen wie ein „Attacke – Frankfurt is’ Kacke“. Also nichts zum Aufregen in unserer ach so schönen politisch korrekten Welt… ;)



ERSC Ottobrunn – ASV Dachau


Open Air Hockey in Ottobrunn
Wie gesagt, Netphen war nur ein Zwischenstopp (aber ein netter!), am nächsten Tag ging es weiter nach Ottobrunn, südlich von München. Hier trafen die Juniorenmannschaften des ERSC Ottobrunn und des ASV Dachau aufeinander. Und da es in Bayern nicht gerade wenig Eishockeymannschaften gibt, ist auch das Ligengebilde etwas aufwändiger, die Liga beider Teams nennt sich „Juniorenbezirksliga Gruppe 1“ (oder so ähnlich).

Toll für uns Nordlichter ist schon mal das Eisstadion: Ein offener, dachbefreiter Rink, auf den man von einem „Deich“ aus hervorragend blicken kann. Und Bier im echten Glas? Wo hat man das heutzutage beim Eishockey noch?

Nett waren auch die Freunde, die extra aus München nach Ottobrunn kamen, um uns kurz zu besuchen. Da haben wir uns riesig drüber gefreut. Nur gab es wohl Koordinationsschwierigkeiten, denn alle –obwohl sie vorher schon zusammen waren- reisten einzeln an. Okeeeeee…. :D

Das Spiel war übrigens recht einseitig: Ottobrunn gewann mit 11:1 und ließ keine Zweifel aufkommen, wer der Herr im Hause war. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass beide Mannschaften in der Niedersachsenliga eine führende Rolle spielen könnten. Das Niveau ist da unten doch wesentlich höher.

Da wir gleich weiter zu einem Geburtstag in der Nähe von Rosenheim wollten und am nächsten Tag das Fanbeauftragten-Treffen in München anstand, hieß es gleich auch nach dem Spiel: Ab dafür!
Aber schee wars…




Montag, 5. November 2012

Saison 2012/13, 16. Spieltag: Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins + Hopping

Es gibt Teams, die liegen einem und es gibt Teams, die tun das nicht. Eins kann man sagen: Dresden scheint uns schon seit ein paar Spielzeiten nicht mehr so richtig zu liegen. Trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt und diesmal war es genauso.

Eigentlich wäre Dresden ein ideales Auswärtsziel. Aber da der Urlaub knapp bemessen ist und wir keinen Urlaubstag opfern wollten, sind wir dann doch nicht gefahren. Hätten wir gewusst, wie sich die Alternativtour entwickelt, war es wohl die falsche Entscheidung.

Also ist es eigentlich kein Spielbericht, denn wir waren fast zeitgleich in Krefeld, wo es die dortigen Pinguine mit dem Sonderzug (und der Mannschaft) aus Straubing zu tun bekamen. Pointstreak per Smartphone war Pflicht und so konnten wir das Spiel halbwegs verfolgen. Das Ergebnis in Dresden dürfte mittlerweile allseits bekannt sein, insofern wenden wir uns hinüber zum

Groundhopping


Wir schreiben Samstag, den 03. November 2012 und ich bin müüüüüde. Alter, die Indians-Spiele sind für uns eigentlich Stress- und Nervkram. Ganz krass wird es, wenn auch noch Hopper-Kollegen, Straubinger, Krawallhühner und ähnliches dabei sind. Nachdem wir wohl wissend am Anfang des Spieles auf Alkoholika weitestgehend verzichtet haben, nahm das Unheil seinen Lauf. Das Ende vom Lied: Viel zu spät aufgewacht und viel zu spät losgekommen. So mussten wir das erste Mal seit langem von der 31-Minuten-Regel Gebrauch machen, die besagt, dass der Besuch einer Eishalle nur zählt, wenn man mehr als die Hälfte der Spielzeit anwesend ist.

Grefrath - Eissportzentrum

Grefrather EC – EV Duisburg (2. Liga Nord der Damen)


Ach ja, da gibt es noch eine Kleinigkeit, die erwähnt werden sollte: Der Zielort! Wir sind direkt nach Grefrath gefahren, um uns im dortigen Eisstadion ein Damenspiel der 2. Liga Nord anzuschauen. Leider musste unsere „Pommesbude“ fast auf der kompletten Strecke mit Gegenwind kämpfen, was die Durchschnittsgeschwindigkeit rapide senkte und die Ankunftszeit dummerweise nach hinten verschob. Aber egal, die Gemeinde Grefrath weist den Parkplatz an der Eishalle als Wohnmobilstellplatz aus. Also war dann da auch gleich Schluss mit Fahrerei.

Mit Hechtrolle ging es aus dem Auto rein in die Halle. Dort lief das Spiel des Grefrather EC gegen den EV Duisburg bereits und es stand 1:1. Kaum durchgeschnauft, stand es allerdings schon 2:1, denn Grefrath scheint nur auf uns gewartet zu haben, um ein weiteres Tor zu schießen. Duisburg ließ sich nicht lumpen und machte fünf Minuten später auch wieder eine Bude zum Ausgleich. Das war es denn aber auch.

Es irritierte uns schon ein wenig, dass es mit dem 2:2 nach 60 Minuten das Spiel zu Ende war. Verlängerung und/oder Penaltyschießen hätten wir uns schon gewünscht. Ebenso, wie längere Pausen. Diese waren nur kurze Unterbrechungen zum Verschnaufen und zum Eisaufbereiten, sodass natürlich klar war, warum wir relativ viel vom Spiel verpasst haben. Ebenso wie die fast gar nicht vorhandenen Strafen bis zu unserem Eintreffen (hinterher wurde es allerdings munterer), die noch für weitere Verzögerungen hätten sorgen können.

Ein weiteres Highlight war die Stadionkneipe (ok, für einen Bremerhavener ist jede Stadionkneipe ein Highlight! *g* ). Die Kneipe liegt eingebettet zwischen der Eishalle und Eislaufbahn und ist übelst groß. Theke, Imbiss… Herz, was willst du mehr? Naja, vielleicht einen anderen Übungsraum für die Blaskapelle???? Alter, da steht man da drin, trinkt sein Feierabendbierchen und plötzlich geht das Getöse der Brassband los. So groß ist die Kneipe nun doch nicht, dass sich der Schall verlieren würde. Dagegen ist Wacken ein idyllisches Meeresrauschen an den Küsten Schleswig-Holsteins.

Aber gut, mit Hörsturz und rechtschaffend müde ging es von der Eishalle aus in das 50 Meter entfernt stehende Bett. Am nächsten Morgen die Raste zu Dusch- und Frühstückzwecken aufgesucht und ab zur Rheinlandhalle in Krefeld.

Krefeld - Rheinlandhalle

Krefelder EV 81 – ESV Kaufbeuren (DNL)


Morgens halb elf in Deutschland und wir pfeifen mal gepflegt auf den Knoppers. Ein Kaffee muss her, oder besser ein Mix-Getränk aus Kakao und Kaffee. Sah irgendwie aus wie so ein Latte-Dingsda (wer jetzt denkt, ich google, wie „Macchiato“ geschrieben, irrt… *g*). Hat wach gemacht. Also gleich mal auf die Tribüne und das Spiel angucken, welches just begonnen hatte.

Krefeld tat sich etwas schwer mit den Kaufbeurern, die sie am Vortag noch mit 10:3 aus der Halle gefegt haben. Aber am Ende des Spiels hieß es dann 3:2 nach Verlängerung für die Hausherren.

Es macht wirklich Spaß, den DNL-Spielen zuzuschauen. Die Jungs sind konditionell gut drauf, die Technik stimmt und sie sind absolut schmerzbefreit. Kracht einer von denen so in die Bande, dass der Eismeister schon mal die Lagerbestände nach Ersatz durchsucht, stehen sie meist gleich wieder auf und jagen dem Puck (oder dem Gegner) hinterher. Es verwundert nicht, dass die Spieler durchaus auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen.

Schade eigentlich, dass die DNL-Spiele, die wir bisher besucht haben, so wenig Zuschauerresonanz hervorrufen. Es waren bisher immer unterhaltende Spiele, die sich auch vom Niveau her nicht verstecken müssen. Nach den ersten besuchten Spielen hätte ich erwartet, dass dort wesentlich mehr Zuschauer zu finden sind als bei unseren eigenen Junioren in der Bundesliga Nord. Aber dem war leider nicht so… Leute: Ihr habt an den DNL-Standorten so geiles Eishockey: Hin da! ;)

Drumherum war es aber trotzdem nett: Danke an „Papa“ Staudt für die netten Gespräche, an die Rheinlandhalle für das Old-School-Feeling, die Stadionkneipe für die Rundumversorgung und die Mannschaften fürs Spiel. Welches übrigens auch Didi Hegen interessiert verfolgte… ;)

Krefeld - Königpalast

Krefeld Pinguine – Straubing Tigers (DEL)


Der König-Palast rief und wir folgten. Das war eigentlich der Hauptgrund für unseren Ausflug, denn die Straubinger waren mit dem Sonderzug in Krefeld. Da freut man sich doppelt, die altbekannten Gesichter aus Straubing und Krefeld wieder zu sehen. Also erstmal auf Fanfest, welches gerade in Vorbereitung war, und ein Bier bestellt. Das war eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellte. Zum einen war klar, dass fünf Stunden später wieder ein Auto bewegt werden muss und bis dahin das Bier auch wieder „verarbeitet“ war, zum anderen haben wir den „kleinen“ Organisationsfehler nicht bemerkt, der sich später fatal auswirken würde. Da stellt sich wirklich die Frage: Ist ein Zapfhahn mit drei Bedienungen für 400 Straubinger wirklich ausreichend? Der Heimwerkerkönig würde jetzt ein gepflegtes „Ich glaube nicht, Tim…“ zu hören bekommen. OK, da war noch die Theke in der angrenzenden Kneipe selbst, aber auch die war (wie die Toiletten) hoffnungslos belagert. Alamo war dagegen ein Erholungsheim.

Rüber in die Rheinlandhalle, und dann rein in den KöPa. An das Bezahlkartensystem werde ich mich nie gewöhnen, an die Bierpreise auch nicht. Zugegeben, die interessierten mich auch nicht, da ich ja noch fahren musste, aber ich bin doch vom Hocker gefallen, als ich vor dem Spiel den Preis hörte: 4,70 für einen halben Liter?!? Keine Ahnung, ob es stimmt, aber ich werde mich nie wieder über unsere Bierpreise in Bremerhaven beschweren.

Beide Fankurven boten einen tollen Anblick, aber das was Eishockey ausmacht, geschah schon im torlosen ersten Drittel. Zuerst beschäftigten sich die Straubinger mit einem Wechselgesang in der eigenen Kuve. Später stimmten die Krefelder mit ein, was zu einem Wechselgesang beider Fanlager führte und mit einem gemeinsamen „Wir sind alle Eishockeyfans“ endete. *boah* Gänsehaut pur! Das hätte ich mir auch bei unserem Heimspiel gewünscht, aber da geht wohl nicht. Obwohl ich mir hätte vorstellen können, dass ein großer Teil unserer Fischköppe sicherlich eingestimmt hätte…

Na, wie dem auch sei, ab in die Pause und die Auslasskarte abgeholt. Interessanterweise gibt es da (wie auch in anderen Eishallen) keinen abgesperrten Raucherbereich, sonder nur Security, die diese Auslasskarten verteilt und wieder einsammelt.

Nach dem zweiten Drittel stand es dann 1:1 und nach einer kurzen Pause, in der man auf derangierte Straubinger traf, die schon stolz waren, dass sie einen überhaupt wieder erkannt haben, ging es ins finale Drittel. Kurz und gut: Straubing gewann mit 3:1 und eins muss ich sagen: Die Straubinger haben umwerfende Mädels dabei. Im wahrsten Sinne! Ich hab keine Ahnung, welcher Treffer es war, aber plötzlich kam eine Straubingerin in unbändiger Freude angeflogen und haute mich buchstäblich von den Socken. Aber sowas von kalt erwischt! Plötzlich saß ich dann auf der Treppe mit einem Mädel am Hals… *ähm* ja, also… Aber ich werde nicht verraten, wer das war und kann Dich beruhigen Nicki, ich hab mir nix getan… :D

Ehrlich, solch ausgelassene und spontane Freude macht wirklich Laune. Emotionen gehen eben auch ohne Pyro… ;)

Allerdings sollten in Eishallen neue Warnschilder aufgehängt werden: „Vorsicht vor herumfliegenden Pucks UND Straubingerinnen!“

Nach dem Spiel haben wir noch kurz gequatscht, den Straubinger Buskonvoi zum Bahnhof bewundert und sind dann über den Friesenspieß nach Hause. Fast an der Weser angekommen ereilte uns dann doch noch das Übel von Vollsperrungen. Naja, eine war im Endeffekt keine, sie war nur entsprechend umgeleitet. Das Dumme an der Geschichte: wir kamen nach kilometerlangem Umweg über die Dörfer VOR der vermeintlichen Sperrung wieder auf die Hauptstraße, um festzustellen, dass da nichts (mehr) gesperrt ist. Also weiter und diesmal mit weniger Hinweisen zur nächsten Vollsperrung auf der Bundesstraße. Die war dann auch wirklich da und die Umleitung führte uns gen Norden über die Dörfer. Nicht witzig, wenn die Straßen für neun Tonnen zugelassen sind und der 40-Tonner vor uns das erst sehr spät bemerkt. Naja, irgendwann hat er uns vorbeigelassen, wir überließen ihn seinem Schicksal und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir auf der Umleitungsstrecke kurz mal in Norwegen waren. Oder vielleicht auch nur Helgoland. Island aber auf keinen Fall…

Bis dahin und nun der Statistikteil von Marion:

Die Ergebnisse


Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins 4:3 (2:1;2:0;0:2)

Tore für Fischtown:
03:27 Dejdar (Kopecky)
45:15 Dejdar (McPherson)
59:14 Cook (Bombis, Fatyka)

Strafen für Fischtown:
09:06 Rinke (Check gegen die Bande) 2 Minuten
31:56 Kampen (Beinstellen) 2 Minuten

2 Strafen - 4 Minuten

Kleine Kuriosität am Rande: Einerseits gab es ingesamt nur drei Strafen im gesamten Spiel (HSR war van Gameren), wobei es natürlich fies ist, dass Bremerhaven doppelt soviele Strafen hatte wie Dresden ;) Und außerdem wurde die Strafe von Kampen statt mit zwei mit 60 Minuten in die Uhr genommen. Man munkelt, dass er dort immer noch auf der Strafbank sitzt :)

Zuschauer: 2.508
davon ca. 30 Bremerhavener

Die anderen Ergebnisse:
Lausitzer Füchse - Eispiraten Crimmitschau 2:1
SC Riessersee - Starbulls Rosenheim 0:7
SERC Wild Wings - Heilbronner Falken 0:3
Landshut Cannibals - Ravensburg Towerstars 5:2
Hannover Indians - ESV Kaufbeuren 3:2

Die Tabelle


Die Siegesserie der Pinguins ist gerissen, am Tabellenplatz hat es bisher noch nichts geändert (höchstens rechnerisch). Der Punkteabstand von Platz 9 auf Platz 1 ist um drei Punkte geschrumpft, insgesamt rückt die gesamte Tabelle wieder enger zusammen.

1. SERC Wild Wings
2. Fischtown Pinguins
3. Landshut Cannibals
4. SC Bietigheim Steelers
5. Starbulls Rosenheim
6. Heilbronner Falken
7. Ravensburg Towerstars
8. Eispiraten Crimmitschau
----
9. Hannover Indians
----
10. Dresdner Eislöwen
11. Lausitzer Füchse
12. ESV Kaufbeuren
13. SC Riessersee

Vollständige Tabelle bei Pointstreak

Hier die Tabelle nach durchschnittlich erreichten Punkten pro Spiel. Die ist angesichts der schiefen Tabelle vielleicht etwas aussagekräftiger. Zuerst die Zahl der Punkte pro Spiel, dahinter die Zahl der Punkte, die am Ende der Saison erreicht werden könnte, wenn man diesen Durchschnitt als Basis nimmt. Reine Zahlenspielerei... ;)

1. SERC Wild Wings 1,87/89,60
2. Starbulls Rosenheim 1,86/89,14
SC Bietigheim Steelers 1,86/89,14
4. Fischtown Pinguins 1,80/86,40
Landshut Cannibals 1,80/86,40
6. Dresdner Eislöwen 1,70/81,60
7. Heilbronner Falken 1,60/76,80
8. Ravensburg Towerstars 1,53/73,60
----
9. Eispiraten Crimmitschau 1,31/63,00 (Rundungsdifferenz zu WSW)
----
10. Lausitzer Füchse 1,31/62,77
11. Hannover Indians 1,27/60,80
12. ESV Kaufbeuren 0,93/44,80
13. SC Riessersee 0,71/34,29

Tabellenführer:
1. SERC Wild Wings (9)
2. Heilbronner Falken (3)
Landshut Cannibals (3)
4. SC Riessersee (1)

Die Zuschauer


Riessersee hatte mit 1.739 Zuschauer ein erhebliches Plus zum sonstigen Zuschauerschnitt. Es ist davon auszugehen, dass eine große Anzahl Rosenheimer vor Ort waren.

SERC Wild Wings 2.890 (2.662/3.119)
Dresdner Eislöwen 2.509 (3.208/2.463)
Lausitzer Füchse 2.316 (1.849/2.010)
Hannover Indians 2.063 (2.501/3.015)
SC Riessersee 1.739 (1.460/1.526)
Landshut Cannibals 1.669 (1.754/2.630)

Eispiraten Crimmitschau 0 (2.824/2.072)
Ravensburg Towerstars 0 (2.602/2.447)
Fischtown Pinguins 0 (2.496/2.702)
Starbulls Rosenheim 0 (2.071/2.571)
Heilbronner Falken 0 (1.725/1.843)
ESV Kaufbeuren 0 (1.518/1.991)
Bietigheim Steelers 0 (1.447/1.543)

Die drei bestbesuchten Spiele der Saison 2012/13:
1. Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen 5.081 (19.10.2012)
2. Eispiraten Crimmitschau - Lausitzer Füchse 4.711 (28.09.2012)
3. Fischtown Pinguins - Hannover Indians 4.085 (02.11.2012)

Die Pinguins-Statistik


Daheim: 9 Spiele, 19 Punkte, 39:25 Tore, 202 Strafminuten, 12/40 Überzahl, 7/38 Unterzahl

Auswärts: 6 Spiele 8 Punkte, 16:18 Tore, 70 Strafminuten, 3/19 Überzahl, 4/22 Unterzahl

Gesamt: 15 Spiele, 27 Punkte, 55:43 Tore, 272 Strafminuten, 15/59 Überzahl, 11/60 Unterzahl

Powerplay: 25,42 %
Unterzahl: 81,67 %

Scorer:

Brendan Cook (14 Tore/10 Assists/24 Punkte)
Björn Bombis (8/10/18)
Mark Kosick (5/13/18)
Jan Kopecky (5/10/15)
Marian Dejdar (7/7/14)
Andrew McPherson (4/10/14)
Christopher Straube (4/5/9)
Patrik Beck (1/8/9)
Dustin Friesen (2/7/9)
Andrei Teljukin (1/6/7)
Stanislav Fatyka (2/3/5)
Ralf Rinke (2/1/3)
Steve Slaton (0/3/3)
Alex Kampen (0/2/2)
Marc Kohl (0/2/2)
Viktor Beck (0/1/1)

Strafzeiten:

Ralf Rinke (51)
Stanislav Fatyka (30)
Marian Dejdar (29)
Marc Kohl (26)
Steve Slaton (18)
Marvin Miethke (18)
Christopher Straube (16)
Brendan Cook (12)
Jan Kopecky (12)
Andrei Teljukin (10)
Björn Bombis (8)
Andrew McPherson (8)
Mark Kosick (6)
Dustin Friesen (4)
Sergej Stas (4)
Alex Kampen (4)
Patrick Beck (2)
Viktor Beck (2)
Marc Petermann (2)

Sonntag, 21. Oktober 2012

Saison 2012/13, 10 Spieltag

Jau, war klar... gegen die "Spielfrei Phantoms" gab es wieder keine Punkte. Und dann wusste mal wieder niemand, wo das Spiel statt findet. ;)

Interessant war der Spieltag auf jeden Fall. Die deutliche Niederlage von Rosenheim in Bietigheim hat doch etwas überrascht. Auch die Heimniederlage der Kaufbeurer gegen Ravensburg ist bemerkenswert. Und nicht zu vergessen: Der neue Zuschauerrekord 2012/13 in Crimmitschau, die als erstes Team der Bundesliga die 5.000er-Marke knackten.

Für uns ging es aber mangels Heimspielalternative auf die Piste zum...

Groundhopping

Es stand noch etwas in den Sternen, ob wir überhaupt losfahren. Aber dann hat das Eishockeyfieber die Grippereste besiegt. Also ab nach Nordhorn.

Auf dem Plan stand die Oberliga-Partie der Nordhorner Ritter (mit unseren Fischköppen Daniel Hollmann und Semjon Bär) gegen die Rautenträger des Hamburger SV. Wir hatten ja schon das Vergnügen, den HSV beim Heimsieg gegen Rostock zu sehen und irgendwie waren sie für uns leicht favorisiert. Aber Pustekuchen, das Spiel war zu Beginn offen, Nordhorn erarbeitete sich aber im Laufe des Spiels einen deutlichen Vorteil. Mag sein, dass die Hamburger etwas zu lange im Stau gestanden haben, aber das Endergebnis von 7:4 war mehr als deutlich. Nordhorn war einfach spritziger und bissiger. Eigentlich hätte das Ergebnis noch deutlicher ausfallen können, denn die Hamburger spielten die letzten drei Minuten ohne Goalie. Die vielfachen Schüsse aufs leere Tor brachten aber kein zählbares Ergebnis.

Egal, das hat richtig Spaß gemacht: Ein munteres Spielchen, die Zweitreihenspieler Bär (Tor) und Hollmann (Assist) haben gepunktet und die Stimmung in Nordhorn war die beste, die wir bisher bei Oberligaspielen beobachten konnten. Aber dass das nur 837 Zuschauer gewesen sein sollen, verwundert mich schon sehr. Die Fans müssen sich sehr geschickt in der Halle verteilt haben. ;)

Wie man aber den Bierpreis dort halten kann, ist mir ein Rätsel. Muss wohl der Umsatz sein. Wo bekommt man denn schon 0,3 Liter für 1,80 Euro???? Wahnsinn!

Hinterher dann noch kurz mit unseren Exilanten geschnackt, die Nordhorner Innenstadt aufgesucht und glücklich ins Bett. Toller Tag, nette Leute, viel Spaß. Nordhorn ist ab sofort unsere Lieblingsmannschaft in der Oberliga Nord. :)

Der nächste Morgen war eigentlich schon der nächste Mittag. Aber erstmal keinen Stress machen: Lange geschlafen, Kaffee gekocht ab auf die Bahn und Richtung Heerenveen. Dort spielten die Ugly Faces Heerenveen gegen die Saints aus Nijmegen. Viel Erwartungen hatten wir nicht, handelte es sich doch um die zweite Division, Gruppe B des niederländischen Eishockeys, also die dritte Liga. Natürlich gab es da eine Menge Fehler aber unterm Strich war das wesentlich besser als erwartet. Jedenfalls sahen die 20 Zuschauer ein munteres Spielchen und einen 7:2-Sieg der Ugly Faces (geiler Name, oder?).

Da das Spiel schon um 16:30 begann, konnten wir sogar gleich wieder nach Hause fahren. Die 240 km von Heerenveen waren schnell abgespult und die Vorbereitung aufs Heimspiel der Pinguine gegen Kaufbeuren kann beginnen...

 


Die Ergebnisse

Heilbronner Falken - Lausitzer Füchse 4:2
SC Riessersee - SERC Wild Wings 2:3 SO
Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen 4:5
SC Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 8:2
ESV Kaufbeuren - Ravensburg Towerstars 1:7


Die Tabelle


Nicht viel Neues: Landshut an der Spitze, der SCR mit der neunten Niederlage in Folge (aber wenigstens einen Punkt geholt) am Ende. interessant aber, dass die derzeit stärkste Mannschaft die Bietigheim Steelers sind. Mit glatten zwei Punkten pro Spiel könnten sie sich Tabellenführer nennen, wenn die prozentuale Ausbeute maßgebend wäre.

1. Landshut Cannibals
2. SERC Wild Wings
3. SC Bietigheim Steelers
4. Heilbronner Falken
5. Eispiraten Crimmitschau
6. Ravensburg Towerstars
7. Starbulls Rosenheim
8. Fischtown Pinguins
----
9. Lausitzer Füchse
----
10. Hannover Indians
11. ESV Kaufbeuren
12. Dresdner Eislöwen
13. SC Riessersee

Vollständige Tabelle bei Pointstreak

Hier die Tabelle nach durchschnittlich erreichten Punkten pro Spiel. Die ist angesichts der schiefen Tabelle vielleicht etwas aussagekräftiger. Zuerst die Zahl der Punkte pro Spiel, dahinter die Zahl der Punkte, die am Ende der Saison erreicht werden könnte, wenn man diesen Durchschnitt als Basis nimmt. Reine Zahlenspielerei... ;)

1. SC Bietigheim Steelers 2,00/96,00
2. Landshut Cannibals 1,90/91,20
    SERC Wild Wings 1,90/91,20
4. Heilbronner Falken 1,78/85,33
5. Ravensburg Towerstars 1,67/80,00
    Starbulls Rosenheim 1,67/80
7. Eispiraten Crimmitschau 1,60/76,80
8. Fischtown Pinguins 1,56/74,67
----
9. Lausitzer Füchse 1,38/66,00
----
10. Hannover Indians 1,22/58,67
11. Dresdner Eislöwen 1,20/57,60
12. ESV Kaufbeuren 1,11/53,33
13. SC Riessersee 0,40/19,20

Tabellenführer:

1. Heilbronner Falken (3)
    SERC Wild Wings (3)
    Landshut Cannibals (3)
4. SC Riessersee (1)


Die Zuschauer


Wie gut, dass die Bundesliga Crimmitschau hat. Nicht nur, dass sie mit deutlichem Abstand die beiden  bestbesuchten Spiele aufweisen, diesen Spieltag haben sie sage und schreibe 44 Prozent der Bundesligazuschauer gestellt. Das ist sicher den beiden NHL-Spielern und dem Derby gegen die noch heimatlosen Dresdnern geschuldet, aber immerhin...

Es ist auch interessant, dass in der Gesamtzuschauertabelle erst auf Platz 6 ein bayrischer Verein auftaucht. Davor stehen ein Ostclub, zwei aus dem Norden und zwei aus Baden-Württemberg. Bringen Derbies vielleicht doch nicht soviel? Ein paar gab es ja schon...

Eispiraten Crimmitschau 5.081 (3.125/2.072)
ESV Kaufbeuren 1.916 (1.525/1.991)
Heilbronner Falken 1.678 (1.573/1.843)
SC Bietigheim Steelers 1.400 (1.429/1.543)
SC Riessersee 1.272 (1.466/1.526)

Hannover Indians 0 (2.781/3.015)
SERC Wild Wings 0 (2.628/3.119)
Ravensburg Towerstars 0 (2.600/2.447)
Fischtown Pinguins 0 (2.314/2.702)
Starbulls Rosenheim 0 (2.142/2.571)
Landshut Cannibals 0 (1.832/2.630)
Lausitzer Füchse 0 (1.767/2.010)

Die drei bestbesuchten Spiele der Saison 2012/13
1. Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen 5.081 (19.10.2012)
2. Eispiraten Crimmitschau - Lausitzer Füchse 4.711 (28.09.2012)
3. Hannover Indians - Heilbronner Falken 3.152 (21.09.2012)

Die Pinguins-Statistik


Daheim: 5 Spiele, 9 Punkte, 23:17 Tore, 162 Strafminuten, 8/22 Überzahl, 5/21 Unterzahl

Auswärts: 4 Spiele 5 Punkte, 10:13 Tore, 56 Strafminuten, 2/14 Überzahl, 3/15 Unterzahl

Gesamt: 9 Spiele, 14 Punkte, 33:30 Tore, 218 Strafminuten, 10/36 Überzahl, 8/36 Unterzahl

Powerplay: 27,78 %
Unterzahl: 77,78 %

Scorer:

Brendan Cook (8 Tore/6 Assists/14 Punkte)
Björn Bombis (7/6/13)
Mark Kosick (1/9/10)
Christopher Straube (4/5/9)
Marian Dejdar (4/3/7)
Andrew McPherson (2/5/7)
Patrik Beck (1/6/7)
Jan Kopecky (3/3/6)
Andrei Teljukin (0/5/5)
Dustin Friesen (1/3/4)
Ralf Rinke (2/1/3)
Alex Kampen (0/2/2)
Steve Slaton (0/2/2)
Marc Kohl (0/2/2)
Stanislav Fatyka (0/2/2)

Strafzeiten:

Ralf Rinke (49)
Marian Dejdar (25)
Stanislav Fatyka (22)
Marc Kohl (18)
Marvin Miethke (18)
Christopher Straube (16)
Jan Kopecky (12)
Steve Slaton (12)
Brendan Cook (10)
Andrei Teljukin (8)
Mark Kosick (4)
Dustin Friesen (4)
Andrew McPherson (2)
Alex Kampen (2)
Viktor Beck (2)
Sergej Stas (2)
Marc Petermann (2)

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Saison 2012/13, 7. Spieltag

Naja, das sind die Spieltage, bei denen man lieber nichts schreiben möchte. Aber hilft ja nix... ;)

Die Pinguins gingen in Rosenheim mit 1:6 unter, hatten sich aber bis zur Hälfte gut verkauft. Dann ging es bergab, das Strafzeitenkonto erhielt Zuwachs und die Gegentorestatistik ebenfalls. Mangels Anwesenheit muss man das dann so hinnehmen und kann sich weitere Kommentare ersparen. Abhaken, weitermachen!



Groundhopping


Hamburg - Volksbank Arena
Da das Spiel in Rosenheim aufgrund der Entfernung und unseres mageren Resturlaubs ohne uns stattfinden musste, haben wir am Sonntag Hamburg unsicher gemacht.

Zuerst ging es in die Volksbank Arena (Ground Nr. 54), gleich neben der O2-World. Schicke kleine Trainingshalle, die recht viel Komfort bietet. In der Knaben-Landesliga Niedersachsen empfing der Molot EC, ein Verein mit russischen Wurzeln, die Ritter des GEC Nordhorn. Das Ergebnis war mehr als eindeutig und unser höchstes Ergebnis, welches wir je gesehen haben: 39:0!



Respekt aber vor den kleinen Nordhornern, die bis zum Schluss tapfer durchgehalten haben. Zudem war das ihr erstes Spiel überhaupt, insofern war natürlich kaum eine Chance vorhanden, den Hamburgern in irgendeiner Form Paroli zu bieten. Mit neun Feldspielern und einem Goalie schon mal gar nicht.




Hamburg-Stellingen
Der Vormittag war damit abgehakt und nach einem kleinen Zwischenaufenthalt in der Speicherstadt ging es nach Stellingen. Endlich... Den Ground (damit Nr. 55) hatten wir schon lange auf dem Plan und es stand die Wahl zwischen Farmsen und Stellingen an, in denen fast zeitgleich Oberligapartien statt fanden. Die Wahl fiel auf Stellingen, denn das Wetter war noch recht angenehm für die offene Konstruktion. Also ab zur Partie Hamburger SV vs. Rostocker EC "Piranhas".

Die Eisbahn ist Stellingen ist wirklich ein Erlebnis: Eingebettet in eine Radrennbahn liegt die Eisfläche mit zugehöriger Tribüne da so lauschig vor sich hin. Das Zeltdach sorgt für Schutz vor Regen und Schnee, aber durch die komplett offenen Seiten hat der Wind freien Eintritt zu allen Spielen. Dafür gibt es aber auch kurze Wege zu den "Ver- und Entsorgungseinrichtungen". Einziger Wermutstropfen ist die etwas abgeschottete Lage des Imbisses: Von dort kann man dem Spiel nicht folgen, ein Besuch auf der Tribüne ist also Pflicht.


Aber nicht nur die Eisbahn selbst, auch die Spieler des REC haben den Ausschlag für unsere Wahl gegeben. Mit Simon Krüger, Vitalij Blank und Eric Haiduk standen drei Ex-Bremerhavener in der Rostocker Aufstellung. Mal sehen, wie sich die Jungs so machen, insbesondere Simon, der letzte Saison ja noch für unsere Junioren auf die Jagd nach gegnerischen Stürmern ging.

Das Spiel selbst war eine Überraschung für uns. War Rostock letzte Saison in der Oberliga Nord noch das Maß aller Dinge, haben sie diesmal den Hamburgern nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Der HSV feierte mit lautstarker Unterstützung seiner Fans einen verdienten 5:2-Sieg.

Für uns war dann auch gleich nach Spielschluss Feierabend: Schnell nach Hause, am nächsten Tag rief schon wieder die Arbeit. War aber ein netter Ausflug und jetzt fehlt uns nur noch die Halle in Farmsen, dann haben wir alle vier Eisflächen in Hamburg abgegrast.


Die Ergebnisse

Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins 6:1 (1:1,2:0,3:0)

Tore für Fischtown:
  8:20 Dejdar (Kopecky, Straube)

Strafen für Fischtown:
24:18 Bombis (Verstoß beim Anspiel) 2 Minuten
31:47 Rinke (Beinstellen) 2 Minuten
31:47 McPherson (Stock-Check) 2 Minuten
35:30 Slaton (Unsportliches Verhalten) 10 Minuten
46:34 Stas (Zu viele Spieler auf dem Eis) 2 Minuten

5 Strafen, 18 Minuten

Zuschauer: 1.631
davon ganz grob geschätzte 10 Bremerhavener

Eispiraten Crimmitschau - Ravensburg Towerstars 5:3
Lausitzer Füchse - SC Riessersee 5:1
SC Bietigheim Steelers - SERC Wild Wings 2:1
Landshut Cannibals - Hannover Indians 6:1
ESV Kaufbeuren - Heilbronner Falken 4:2
Spielfrei: Dresdner Eislöwen

Die Tabelle

...und wieder raus aus den Playoff-Plätzen, so schnell kann es (noch) gehen. Durch die Favoritenstürze ist aber die Tabelle wieder enger zusammengerückt. Einzig zu den letzten beiden Plätzen klafft eine größere Lücke, wobei Dresden allerdings wesentlich weniger Spiele absolviert hat.

1. SERC Wild Wings
2. Landshut Cannibals
3. Heilbronner Falken
4. Starbulls Rosenheim
5. SC Bietigheim Steelers
6. Eispiraten Crimmitschau
7. Lausitzer Füchse
8. ESV Kaufbeuren
----
9. Ravensburg Towerstars
----
10. Fischtown Pinguins
11. Hannover indians
12. Dresdner Eislöwen
13 SC Riessersee


Vollständige Tabelle bei Pointstreak

Tabellenführer:

1. Heilbronner Falken (3)
2. SERC Wild Wings (3)
3. SC Riessersee (1)



Die Zuschauer


So prall ist das alles noch nicht. Hoffen wir mal auf die zuschauerträchtigen Wintermonate. Persönlich enttäuschend ist irgendwie immer noch der Zuschauerzuspruch beim amtierenden Meister Landshut. Klar, man ist nicht aufgestiegen, das Sommertheater wirkt immer noch nach, aber ein paar Fragen tauchen dabei schon auf:

Mag sein, dass Hannover "nicht so gut zieht", wie oft bei solchen Gelegenheiten erwähnt wird. Aber muss das wirklich so sein? Eigentlich sollte das für einen Fan doch selbstverständlich sein, sein eigenes Team anzufeuern, auch wenn der Gegner nicht so attraktiv ist. Aber gut, man ist gewohnt, dass in Bremerhaven der Zuschauerschnitt in Ermangelung einiger Derbies hauptsächlich Eigenleistung ist. durchaus möglich, dass man da einen anderen Blick hat.

Genauso kann man es mit der viel zitierten "Goldenen Ananas" sehen. Warum eigentlich wirkt sich das aus? Die Eventzuschauer wird es nicht interessieren, die wollen das Spiel sehen. Dem eingefleischten Fan wird es sicher wurmen, aber mal ehrlich: Warum geht man denn Woche für Woche ins Stadion? Um "sein" Team siegen zu sehen und Kumpels zu treffen. Selbst wenn wir einen Aufstieg hätten, stellt sich die Frage, wer so früh in der Saison von Aufstieg redet. Das gab es auch früher nicht.


Eispiraten Crimmitschau 2.174 (2.799/2.072)
Lausitzer Füchse 1.765 (1.787/2.010)
SC Bietigheim Steelers 1.690 (1.480/1.543)
Starbulls Rosenheim 1.631 (2.228/2.571)
Landshut Cannibals 1.224 1.897/2.630)
ESV Kaufbeuren 1.173 (1.428/1.991)

Hannover Indians 0 (2.805/3.015)
Ravensburg Towerstars 0 (2.566/2.447)
SERC Wild Wings 0 (2.540/3.119)
Fischtown Pinguins 0 (2.110/2.702)
Heilbronner Falken 0 (1.559/1.843)
SC Riessersee 0 (1.237/1.526)

Die drei bestbesuchten Spiele der Saison 2012/13
1. Eispiraten Crimmitschau - Lausitzer Füchse 4.711 (28.09.2012)
2. Hannover Indians - Heilbronner Falken 3.152 (21.09.2012)
3. SERC Wild Wings - Fischtown Pinguins 3.142 (21.09.2012)

Die Pinguins-Statistik


Daheim: 4 Spiele, 6 Punkte, 19:15 Tore, 156 Strafminuten, 6/15 Überzahl, 5/18 Unterzahl

Auswärts: 3 Spiele 2 Punkte, 6:11 Tore, 34 Strafminuten, 1/8 Überzahl, 2/10 Unterzahl

Gesamt: 7 Spiele, 8 Punkte, 25:26 Tore, 190 Strafminuten, 7/23 Überzahl, 7/28 Unterzahl

Powerplay: 30,43 %
Unterzahl: 75,00 %

Scorer:

Björn Bombis (7 Tore/6 Assist/13 Punkte)
Brendan Cook (6/5/11)
Christopher Straube (3/4/7)  
Mark Kosick (0/7/7)
Marian Dejdar (3/3/6)
Dustin Friesen (1/3/4)
Andrew McPherson (1/3/4)
Ralf Rinke (2/1/3)
Jan Kopecky (2/1/3)
Patrik Beck (0/3/3)
Andrei Teljukin (0/2/2)
Alex Kampen (0/2/2)
Stanislav Fatyka (0/2/2)
Steve Slaton (0/1/1)
Marc Kohl (0/1/1)

Strafzeiten:

Ralf Rinke (49)
Marian Dejdar (25)
Stanislav Fatyka (20)
Marvin Miethke (18)
Chris Straube (16)
Marc Kohl (16)
Steve Slaton (12)
Brendan Cook (8)
Marc Kosick (4)
Andrei Teljukin (4)
Dustin Friesen (2)
McPherson (2)
Alex Kampen (2)
Jan Kopecky (2)
Viktor Beck (2)
Marc Petermann (2)

Sonntag, 26. August 2012

Traum von Amsterdam...

Oder war es eher ein Alptraum?

Fangen wir von vorne an:

Testspiel Füchse Duisburg - Fischtown Pinguins

Nachdem wir einen megagenialen Gäuboden-Cup in Straubing inklusive angeschlossenem Volksfest genossen haben, ging es am 24.08. direkt nach Duisburg, wo "unsere" Fischtown Pinguins ihr erstes Testspiel der Saison 2012/13 bestritten. Endlich geht es wieder los mit dem Eishockey, man sieht die lang vermissten Nasen wieder und das unsägliche Sommertheater des deutschen Eishockeys tritt ein klein wenig in den Hintergrund.

Unheimlich schön, dass es ein ganzer Bus von Pinguin-Anhängern plus ein paar Hopper nach Duisburg geschafft hat. Für uns Muschelschubser sind ja etwa 300 km wie "einmal um die Ecke", wenn man an die Entfernungen in der Liga denkt, daher ist der geballte Auftritt (zusammen mit der Neugier aufs Team) nicht verwunderlich.

Wie dem auch sei... Wir beide wollten ganz schlau sein und unsere "Pommesbude" in der Nähe der Kneipe abstellen, die der Treffpunkt nach dem Spiel sein sollte. Hah, beim Duisburger Zoo ist massenhaft Platz, also hin. ...und gleich wieder weg... Auf einem Straßenstrich wollten wir uns mit dem Wohnmobil echt nicht stellen.  ;)

Also ab zur Halle, sind ja nur ein paar Kilometer, Riesenparkplatz, Auto abgestellt, ab zur Bierbude. Schön, alle wiederzutreffen... Naja, fast alle: Es gab durchaus jemanden, der nicht mit uns reden wollte und sich statt dessen unter einen Baum gelegt hat. OK, er wollte nicht mit uns reden, er konnte nicht mehr... :D Aber letztlich benötigte er eine faszinierend kurze Regenerationsphase.

Übrigens Bierstand vor der Halle: Sowas gibt es so oft in Eishockeydeutschland, so etwas würde ich mir in Fischtown auch wünschen. Von einer Stadionkneipe mag ich ja schon nicht mal mehr träumen. Naja, wie dem auch sei: Rein in die Halle und das kulinarische Angebot ausgetestet: Die Frikadelle war echt lecker.

Zu Spiel selbst will ich gar nicht viel sagen: Die Duisburger haben schon ein paar Spiele hinter sich und dabei auch DEL-Clubs das Leben schwer gemacht. Für die Pinguins war es das erste Testspiel überhaupt. Insofern ist der 3:2-Sieg nach Penaltyschießen absolut in Ordnung. Man hat schon gemerkt, dass es gelegentlich noch holperte, aber die Körpersprache der Mannschaft hat mir gut gefallen. Ob ich nun angesichts der letzten Saison etwas sensibler geworden bin, mag gut sein, aber ich hatte schon das Gefühl, das Team redet mehr miteinander.

Während des Spiel schallten uns dann auch erwartungsgemäß "Absteiger"-Rufe entgegen, aber das war in Ordnung. Wir hatten ja auch vorher 'ne große Klappe, als wir noch 2:0 führten... ;)

Ansonsten war alles friedlich, Eishockeyfans eben!

Tja, jetzt hatten wir nur noch ein Problem. Wo übernachten? Auf dem Parkplatz ist Camping eigentlich verboten, aber Übernachten ist nun mal kein Camping. Na, egal, in der Drittelpause mal eben kurz zu den Ordnern. OK, hat den Ordnern erst nicht so gefallen, aber teilweise auch verständlich: Zum einen war ein Spiel des MSV Duisburg am nächsten Tag angesetzt und er Parkplatz sollte dafür abgesperrt werden, zu anderen haben wohl "Übernachtungsgäste" den Platz durchaus mal als Toilette genutzt. Ersteres konnten wir durch ein frühes Verschwinden entkräften, letzteres bauartbedingt durchs Wohnmobil. Aber richtig überzeugend war wohl das Bier in der Hand. Wer soll das Auto denn noch wegfahren? *g* Nee, waren schon nett und hilfsbereit da!

Hinterher ging es noch in die Kneipe. 222 Biersorten (ehrlich!) sind schon beeindruckend. Draußen unter großen Schirmen bei angenehmen Temperaturen im Regen sitzen und klönen, das hat schon was. Aber da wir am nächsten Morgen nach Amsterdam wollten, war eine komplette Verkostung des Bierbestands ausgeschlossen. Gegen Mitternacht wurden wir sowieso hinaus komplimentiert. Einer unserer  Mitfeiernden hat sich wohl als Hilfskellner versucht und konnte die Finger nicht vom Zapfhahn lassen. Der Wirt war "leicht verstimmt"... ;) Naja, sonst waren wir wirklich artig, aber da es uns eh in den Kram passte: Ab in die Heia!

Amsterdam Icehockey Cup

Der Tag danach: Unverkatert früh hoch (wir müssten ja vom Hof) und ab nach Amsterdam. Katzensprung, nur 200 km. Die Fahrt verlief ereignislos, der Campingplatz in Amsterdam und recht nahe am Ziggo-Dome war schnell erreicht. Angemeldet, unsere Online-Tickets fürs Eishockey noch schnell an der Rezeption ausdrucken lassen, S-Bahn-Tickets besorgt, duschen, ab dafür...

Übrigens fängt mit den Tickets schon der Alptraum an, und wir hatten ja noch Glück: Kurz vor dem "Event" haben die Veranstalter die Tageskarten für 7,50 Euro rausgehauen. Vorher kosteten die Karten knapp 50 Euro! Man kann sich vorstellen, dass der eine oder andere Frühbucher "etwas" verstimmt war.

 Jedenfalls sind wir raus aus der Bahn, am Stadion von Ajax Amsterdam (die zeitgleich am Abend ein Spiel gegen Breda hatten) vorbeigelaufen und die Kneipen ins Visier genommen. Würde mich wundern, wenn wir nicht irgendwo bekannte Gesichter sehen würden. So war es dann auch... Welch Überraschung! :)

Nach einem "Wegzehrungsbierchen" sind wir dann mit einigen anderen schon mal zur Halle, dem Ziggo Dome, aufgebrochen. Nächste Überraschung: Es gab keine Tageskasse. Ja, richtig gelesen: KEINE Tageskasse! Man stelle sich die verdutzten Gesichter vor. Nach längerer Diskussion durften dann die "Kartenlosen" für einen Zwanni in die Halle. Aber echt unglaublich... Wir haben denen im Gespräch schon gesagt, dass wir das noch nie erlebt haben, dass man zum Eishockey fährt und keine Karten am Stadion kaufen kann. Es ginge nur online, wurde uns gesagt´und es wäre ja das erste Turnier dieser Art. Stimme aus dem Hintergrund: "Das wird auch euer letztes sein..." *g*

Beim Reingehen in die recht sterile Vorhalle haben wir dann auch mitbekommen, dass wir nicht in bar an den Ständen bezahlen können.  OK, gibt es halt die ungeliebten Chipkarten... Denkste: Man hat sein Bargeld gegen Plastikmünzen getauscht. Also das verstehe ich nun gar nicht: Chipkarten mögen die Arbeit und die Sicherheit erhöhen, aber ob man nun mit Hartgeld oder Plastikmünzen bezahlt, das ist doch nun völlig wumpe. Im Gegenteil: Da ist die Arbeit durchs Umtauschen doch eine zusätzliche welche.

Dann ging es die Treppe hoch und plötzlich wurde es düster wie im... Na, ich glaube, da fällt mir gerade kein politisch korrekter Ausdruck ein. ;) Also an Licht wird in der Halle echt gespart. Das Angebot an fester Nahrung war übersichtlich, den Hamburger kann ich nicht empfehlen, die Pommes aber schon. Billig war es auch nicht gerade, aber wer in Norwegen schon mal ein Bier bestellt hat, würde sich trotzdem im Schlaraffenland wähnen.

Überteuerte NHL-Fanartikel gab es dann auch: signierte Fantrikots, zum Teil für einen vierstelligen Betrag wurden feil geboten. *ähm* Nö, danke, muss noch fahren... :(
Highlight waren aber die kostenlosen "Käsemützen" eines Sponsors, die bei einem großen Teil der Anhängerschaft für Spaß gesorgt haben.

Ach ja, Eishockey gab es auch. War der Umlauf um die Halle schon dunkel: In der Halle wurde es nicht besser. Und unsere Plätze auf unseren Tickets gab es auch nicht, da der Oberrang abgehängt war. Also rein in unseren "Block" (auschließlich Sitzplätze) und mit Nachtsichtgläsern Eishockey angeschaut. Man stelle sich  die Beleuchtung in einer Konzerthalle vor. Sie muss ausreichend sein, dass Gäste noch sehen, wo sie hintreten, mehr nicht. Fürs Eishockey reicht das aber nicht. Vor allem nicht, wenn dagegen die Goalies permanent im Spotlight stehen. Das war dann auch die Kritik des Goalies der Krefeld Pinguine, die die niederländische Nationalmannschaft in einem wenig spektakulären Spiel mit 3:1 geschlagen haben. Auf die Frage, wie er das Spiel empfand antwortete er sinngemäß: "Keine Ahnung, hab ja nicht soviel gesehen..." ;)

Pause, Bierstand.... nächstes Spiel: Detroit Red Wings Alumni vs. Dutch All Stars. Gleich zu Beginn die Ansage des Stadionsprechers: Nur zwei Drittel, keine Checks, keine Schlagschüsse... Na klasse! OK, die Herren sollen sich ja nicht verletzen, aber das dann auch die Stars wie Chelios oder Osgood fehlten, war schon nicht so pralle. Die Technik der Altstars war aber faszinierend, trotzdem fehlte was und ich bin zum ersten Mal in meinem Leben bei einen Eishockeyspiel eingepennt. *hrmpf*

Pause, Bierstand, nächstes Spiel: Team Canada vs. Kölner Haie. Da ging es dann schon mehr zur Sache, hat Spaß gemacht, zuzuschauen. OK, das Team Canada war jetzt nicht mit Spitzenkräften aus dem Lande des Ahorns besetzt, aber schlecht sind sie deswegen nun auch nicht. Kurz vor Schluss haben wir uns dann aber aus dem Staub gemacht. Wir waren müde, der Tag war anstrengend und am nächsten Tag stand schon um 14:30 Uhr eine Fanclubversammlung in Bremerhaven an. Also schnell wech... ;)

Fazit: Spiele waren unterm Strich nicht sooo prickelnd, aber das ist eben ein Vorbereitungsturnier. Halle und Organisation laden nicht gerade dazu ein, wieder hinzufahren. Absolut positiv: Die vielen alten und neuen Freunde, die man wieder getroffen hat. Spaß hatten wir in jedem Fall und die kleinen und großen Einschränkungen in der Organisation wurden mit eishockeyfantypischen Humor genommen. Insofern: Nix zu bereuen! :)

Mittwoch, 8. Februar 2012

(Nieder-)Sachsentour 13. - 15.01.2012, Tag 2


Aua...

Also ich weiss, dass wir gestern nach dem Spiel Füchse - Pinguins noch in einem Pub waren und dann ins Hotel gelaufen sind. Egal, was sonst noch so war, wird uns irgendwann sicher jemand erzählen, falls es wichtig ist... ;)

Also die müden Knochen aus dem Bett geschwungen und... Nein, falsch! Meine Holde "durfte" zuerst aufstehen und duschen, denn mein Gezeter wäre nicht zu ertragen, sollte ich mal als erster hoch müssen. Aber irgendwann war ich dann auch dran... Nachdem das dann erledigt war, runter in den Speisesaal, wo denn auch noch die gestrigen "Mithopper" fast schon durch waren mit dem Frühstück. Kurz ein bißchen entspannter Smalltalk, dann ging es für uns auch schon bald los nach Jonsdorf. Etwa 100 Kilometer über Landstraßen im tiefsten Sachsen.

Die Fahrt zog sich gewaltig, eine Autobahn nach Jonsdorf wird sicher nie gebaut werden. Aber schöne Gegend, ein wenig eingekesselt zwischen Polen und Tschechien und mit dem ersten Schnee, den ich diese Winter zu sehen bekam. Kurz vor Jonsdorf mussten wir uns mit unserem neuen Navi vertrauter machen als gedacht. Die erste Streckensperrung lag an und das erklär mal der Dame in dem kleinen Kasten... Wir haben das hinbekommen, aber es dauerte etwas.

Letztlich aber angekommen, über den spiegelglatten Parkplatz (da hätte man auch spielen können) geeiert und über den Seiteneingang rein die Halle.

Jonsdorfer Falken - Eisbären Berlin, Kleinschüler MK 1, Sachsen

Holla, das erste was ins Auge fällt, ist die Kletterwand. Das zweite sind die Gartenbänke, die auf der Sitzplatztribüne ein wenig Komfort bieten sollen. ansonsten sieht die Halle von außen besser aus als von innen, aber beschweren muss man sich nicht gerade.

Das Spiel war übrigens hochinteressant. Nein, nicht von Ergebnis, aber die kleinen Eisbären haben sehr gut gezeigt, was man ihnen im Training so beigebracht hat. Alle Tore wurden sauber herausgespielt, es gab keine egoistischen Alleingänge und die Stocktechnik war für das Alter zum Zungeschnalzen. Das ist kaum ein Puck versprungen, die Hartgummischeiben klebten regelrecht am Schläger. Beim Jonsdorfer Nachwuchs lief das nicht ganz so rund und so endete das erste Drittel auch mit 0:11.

Dann war Pause und gleich hörte man auch aus dem Hintergrund ein "Immer diese Hopper"... Schön, wieder einen netten "Gesinnungsgenossen" kennen gelernt. Gruß nach Crimmitschau!

Wir haben uns auch gleich danach in die heimelige und vor allem warme Stadionkneipe verpieselt und erstmal zu dritt einen heißen Kaffee genossen. Cool, in der Kneipe gibt es ja auch eine obere Etage, von der man aus dem Warmen heraus Eishockey gucken kann. Aber wir blieben unserem Motto treu: "Sitzen ist für'n Arsch und kalt ist sowieso besser!"

Ach ja, und angenehm erstaunt waren wir: Hing dort doch ein Trikot der Fischtown Pinguins! So etwas sieht man immer gerne... ;)

Weiter ging's mit dem Spiel. Und es änderte sich auch nichts am Spielverlauf. Die Eisbären machten ihre Tore, Jonsdorf versuchte alles und wir haben geschätzt, ob es über 30 Tore werden, die die Berliner den Sachsen einschenken. Zwischendurch haben wir verschiedene Stehplätze in der Halle ausprobiert und sind dann auf denen direkt über (und "über" ist wörtlich gemeint!) den Spielerbänken hängen geblieben. Geniale Sicht.

Zum Schluss haben wir wieder was gelernt: Die Anzeigetafel in Jonsdorf geht scheinbar nur bis "19", danach geht es mit "1" weiter (die Rechenkünstler sind hier gefragt), die Berliner schaffen keine 30 Tore, es wurde nur ein 0:28 (Luschen! *lach*) und es ist bewundernswert, wie sich die Kleinen aus Jonsdorf trotz der derben Klatsche immer noch motivieren konnten. Vielleicht sind es deshalb keine 30 Gegentore geworden?

Spiel vorbei, Abschied nehmen vom verträumten Jonsdorf und ab nach Niesky. Dort sind wir viel zu früh angekommen und "dank" des anstrengenden Vortages sind wir noch kurz die restlichen 30 Kilometer nach Weißwasser gefahren. Anderthalb Stunden pennen war eine zu verlockende Aussicht. Halbwegs erholt ging es wieder ins Auto, und ab zum Stadion am Waldbad. Dort ergatterten wir gleich einen günstigen Parkplatz und ab in den Wald...

Tornado Niesky - ECC Preussen Juniors (Oberliga Ost)

Jo, wie weit geht das denn noch in den Wald? ...und hätte ich Brotkrumen mitnehmen sollen? ;)

Und wo ist die Kasse? Egal, erstmal bei der Unterschriftenaktion "Pro Eissport in Niesky" mitgemacht. Wenn dort nichts gemacht wird, ist 2015 Schluss mit lustig bzw. dem Eissport in Niesky. Selbstverständlich unterstützen wir die Aktion diverser Vereine und Fans!

...und drin: Kein Dach, rattenkalt, geil!

Erstmal war Stöbern im Speisen- und Getränkeangebot angesagt. Es ist schon cool (oder eben auch nicht), wenn man auch heiße Zitrone bekommt, nur sollte ich nicht vergessen, den Zucker einzurühren. *boah* war das sauer... die Bratwurst war saulecker, die Fans nett und eine volle Tribüne bei einem Outdoor-Spiel beeindruckend. Natürlich lässt die Akustik zu wünschen übrig und Trikots hängen auch nicht untern Dach, aber: so what... ;)

Nach kurzer Zeit waren wir dann auch nicht mehr alleine, die anderen Hopper von Vortag aus Weißwasser und von heute aus Jonsdorf trudelten auch so langsam ein. Einer der Jungs kam kopfschüttelnd vom Fanshop zurück...

"Was'n los?"
"Ach, die Dame am Fanshop sagt eben zu mir: 'Na, gestern in Weißwasser wart ihr aber lange am Bierstand'"

Vollüberwachung :-D

Auf dem Eis ging es dann los mit einer Aktion von "Pro Eissport in Niesky" und diversen Geburtstagsgrüßen, aber dann wurde auch bald der Puck gejagt. Erstaunt war ich schon: Ein schönes schnelles Spiel mit viel Einsatz auf beiden Seiten. Technisch nicht immer vom Feinsten, aber dafür mit Herz. Das erste Drittel des Coast-to-Coast-Hockeys ging allerdings erstmal ohne Tore zu Ende, war aber trotzdem kurzweilig. Die 544 zahlenden Zuschauer (es waren gefühlt aber mehr) kamen sicherlich auf ihre Kosten, wenn man vielleicht von dem einen oder anderen Tor für die Gastgeber absieht.

Im zweiten Drittel fiel dann auch endlich das erste Tor des Spiels. Die Preussen nutzten eine Überzahl, Ivonne Schröder im Tor der Tornados musste hinter sich greifen und schon führten die Gäste bis zur zweiten Pause mit einem Tor.

Im letzten Durchgang allerdings kämpften sich die ersatzgeschwächten Tornados (12 Feldspieler, 2 Goalies) zurück und entschieden das Spiel mit 2:1 für sich. Ein Spiel auf Augenhöhe, das jeder wirklich gewinnen wollte. Trotz der Kälte hätte ich mir ein Penaltyschießen gewünscht.

Auf dem Eis sind mir besonders Ivonne Schröder und Michael Fendt aufgefallen: Ivonne Schröder bei den Tornados als eine der wenigen Frauen höherklassigen Herrenbereich, die einen guten Job machte und Michael Fendt als ehemaliger Spieler in Bremerhaven, jetzt in Diensten der Preussen.

Nun gut, unsere "Mitzuschauer" feierten noch ordentlich weiter, wir blieben die ganze Zeit alkoholfrei. Erst dachte ich ja, es wäre ein taktischer Fehler, die zweite Nacht in Weißwasser statt in Niesky zu verbringen. Aber da wir am nächsten, frühen Morgen noch nach Langenhagen fahren wollten, war die Entscheidung nicht wirklich die schlechteste.

Es ging als zurück nach Weißwasser und todmüde ins Bett. Was bleibt, sind zwei absolut geile und in jeder Hinsicht stressfreie Tage in Sachsen. So muss Eishockey sein!!!

Ach ja, die Hockeystats zum Spiel findet man hier:

Tornado Niesky vs. Preussen Juniors bei Pointstreak

...demnächst Teil 3: Mit den Fischtown Ladies in Langenhagen

Freitag, 27. Januar 2012

(Nieder-)Sachsentour 13. - 15.01.2012, Tag 1


Tag 1: Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins

Es wurde mal wieder Zeit, ein komplettes Wochenende auf Reisen zu gehen. Kurz geplant, Spielpläne verglichen und dann ab. Erstes Ziel war Weißwasser….

Nur ein Spiel unserer schon seit einigen Wochen gebeutelten Profitruppe lag an diesem Wochenende an, und das auswärts in Weißwasser. Nun, da haben wir doch noch eine Verabredung offen, also los. Bis 12 Uhr gearbeitet, ab ins Auto und um 17:30 im Hotel „Kristall“ angekommen. Keiner an der Rezeption? Halllooooo? Naja, 10 Minuten gewartet, dann ging doch noch was.

Rauf aufs sehr große Zimmer im hervorragend renovierten Plattenbau (sieht man echt nicht auf den ersten Blick, wenn man Wessi ist), sich selbst ein wenig organisieren, umziehen und ab in den Fuchsbau. Es waren nur anderthalb Kilometer und da wir schon einige Zeit im Auto gesessen haben, war ein kleiner Spaziergang nicht schlecht. Das Drei-Sterne-Hotel (übrigens auch offizielles Clubhotel der Füchse) bietet mit 69 Euro im Doppelzimmer ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Vor der Halle angekommen gleich mal ein Hallo mit der anderen Fahrzeugbesatzung. Schön, dann waren die Fischköppe ja schon zu fünft. War natürlich klar, dass wir erstmal in die Halle sind, Plätze gesichert haben und uns dann über die Halle, die Bier- und die Fressbuden verteilten.

Erste Bude, erste Bratwurst, erste Wiedererkennung. Klasse Zusammentreffen gleich mit Tobi, der schnurstracks an die Essensausgabe stürzte, stutzte und…

„Was macht Ihr denn hier??? Hätte nie gedacht, dass ihr kommt…“

„Ham wa doch gesacht…“ ;)

Erstmal ein Hallo, dann die Nachbetrachtungen des Füchse-Gastspiels in Bremerhaven vorgenommen und ein Bierchen getrunken.

Jo und weiter…. Den nächsten Bremerhavener Globetrotter mit Berliner Begleitung getroffen. Im Gästeblock waren dann noch zwei weitere, sodass die Gästeschar sagenhafte acht Menschen umfasste. Zieht Euch warm an, ihr Füchsefans, wir singen Euch nieder! *g*

Spiel geht los, die Füchsefans legen los, wir lassen das erstmal und sind etwas ruhiger. Uns hört eh keiner und wenn wir anfangen würden, hat das den gleichen Effekt, als würde ich ein Glas Wasser in die Nordsee kippen.

Naja, bis zur 10. Minute… Da schießt Slaton die Pinguine in Überzahl in Führung, Bremerhaven steht Kopf und wir sind zu hören, dank der gnädigen Stille auf Seiten der Füchsefans. Hätte gerne so bleiben können, tat es aber nicht. In der 17. Minute gleicht Klenner ebenfalls in Überzahl aus und die Füchsefans entfachen einen Jubelsturm. Wir hätten ja gerne dagegen gehalten, aber da war erstmal der Gegentreffer und dann hat uns das zahlenmäßige Kräfteverhältnis auf der Tribüne „minimal“ benachteiligt.

Das Unentschieden nach 20 Minuten war absolut gerechtfertigt. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe, aber nicht auf allerhöchstem Bundesliganiveau. Bemerkenswert war der Einsatz von Willaschek, der sich in einen Schlagschuss warf und unglücklich getroffen wurde. Muss ziemlich weg getan haben.

Ab in die Pause, Bierstand, schnacken, die Anhängerschaften vermischten sich und der lange Tag mit Arbeit und Anfahrt forderte seinen Tribut und machte die Bierchen wirkungsvoller, als sie hätten sein sollen. Wie gut, dass das Spiel auf Monitore in der Vorhalle übertragen wird, denn den Beginn des zweiten Drittels habe ich total verpennt. In der 22. Minute stand es dann plötzlich 2:1 für Bremerhaven durch Gunkel. Übrigens: Ich vs. Freiberger Bier führte schon 4:0. Und das, obwohl der Gegner oft mit zu vielen Spielern auf dem Eis agierte und immer mal wieder ein paar Kurze in den Kampf schickte. Das nächste Mal gibt es eine kleine Bankstrafe für die Bedienung am Tresen.

Die Pinguins waren auf jeden Fall besser, was ich noch so auf dem Monitor und beim gelegentlichen Blinzeln in die Halle gesehen habe. Aber nööö…. Tore sind heute wohl aus, oder?

*Zack* kracht es, 2:2 durch Masek und dreineinhalb Minuten später in die Pause. Übrigens können die Vorkommnisse in der Pause mit denen im vorigen Absatz beschrieben werden. Nur die Spielstände waren andere: Eishockey 2:2, ich und das Freiberger… Ach keine Ahnung, unwichtig…

Letztes Drittel geht los. Was soll ich sagen… Innerhalb von 73 Sekunden fielen drei Tore für Weißwasser, und ratet mal, wo ich war? Am Bierstand! Mir hatte jemand das Glühbier empfohlen und da ich notorisch neugierig bin, bin ich raus. Kaum bestellt, war frenetischer Jubel zu hören. Da fragt mich der Kellner doch tatsächlich:

„Ihr oder wir?“

*ähm* Wenn wir das waren, haben sich gerade 1.581 Bremerhavener in die Halle geschlichen. Meine Antwort also:

„Ihr, aber egal, ist noch Zeit, mach Bier ferdich…“

Jubel! *mist*

Zum Keeper, der mich fragend ansieht: „Frag nicht, mach einfach nur das Bier fertig“

„OK“ (komisches Grinsen hat der drauf… )

Da ist er fertig, stellt mir das Bier hin und im gleichen Moment wieder der Jubel aus der Halle. Und falls weitere Fragen kommen: Ich habe bezahlt, mein Bier genommen und mich artig verabschiedet…

Aber ehrlich, der Kellner war echt nett, der Spielverlauf eher weniger.

Wie dem auch sei: Eine harte 2:5-Niederlage, die nicht hätte sein müssen und viele nette Leute (wieder-)getroffen. Sei es nun von Füchsegastspielen in Fischtown oder vom Zeltlager in Hannover.

Dann noch die Stadionkneipe geentert, aus Versehen mit Füchsespielern gezecht (verflucht, ohne Ausrüstung erkennt man die nicht sofort), Boutin veräppelt, von Boutin veräppelt worden und dann noch weiter in einen Pub gezogen, nachdem einige Einheimische nicht mehr so ganz mithalten konnten. Wer hat hier eigentlich die lange Anreise gehabt, häh? *lach*

Meine Fazit: Die geilste Tour nach Sachsen ever! Crimmitschau war in Ordnung, Dresden im Hauptrundenspiel ging, Dresden in den Playoffs ging gar nicht und nur in Weißwasser habe ich nicht den geringsten Stress mitbekommen. Da fahr ich wieder hin!!!

Aber es wurde auch ein wenig Sehnsucht wieder verstärkt: Und zwar die nach einer vernünftigen Stadionkneipe in Bremerhaven! Ein Kneipe, in der man sich vor oder nach dem Spiel treffen kann, wo kleinere Fanveranstaltungen stattfinden können, bei denen man nicht gleich die ganze Halle mieten muss und wo sicher schon ein riesiges Stammgästepotential vorhanden ist. Nahezu auf jedem Fußballplatz ist eine richtige(!) Gaststätte vorhanden, warum nicht beim Bremerhavener Eishockey?

Na, genug der Träumereien, hier noch ein Video von FüchseTV mit den Torszenen:



Nächste Folge: Tag 2, Jonsdorf und Niesky